Häufig gestellte Fragen
auf einen Blick
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Praxis und Behandlung
Praxis und Behandlung
Meine Praxis ist spezialisiert auf die Behandlung von Wirbelsäulenleiden. Typische Krankheitsbilder sind beispielsweise der Bandscheibenvorfall, die Spinalkanalverengung oder Gelenkreizungen im Bereich des Rückens und des Kreuzbeins. Typische Symptome können Schmerzen in Rücken und Kopf, in Armen und Beinen, Missempfindungen, Schwächegefühle sowie eine verkürzte Gehstrecke („Schaufensterkrankheit des Rückens“) sein.
Keineswegs. Als zertifizierte Wirbelsäulenexpertin überblicke ich sowohl konservative als auch operative Behandlungswege und wähle gemeinsam mit Ihnen den für Sie passenden. Bei vielen Erkrankungen reicht eine konservative Therapie vollkommen aus. Ich nehme mir die Zeit, die es braucht, um Ihre Beschwerden sorgfältig einzuordnen.
Nein. Meine Praxis ist bewusst auf schonende, konservative – also nicht operative – Verfahren ausgerichtet. Die im OP-Saal erlangte anatomische Detailkenntnis und die über Jahrzehnte verfeinerte Hand-Augen-Präzision fließen heute in jede einzelne minimalinvasive Therapie ein. Genau diese Verbindung zwischen chirurgischer Präzision und schonendem Verfahren ist das, was meine Patient:innen in meiner Praxis finden.
Zweitmeinung und Operation
Zweitmeinung und Operation
Ja, uneingeschränkt. Eine zweite fachärztliche Einschätzung einzuholen ist Ihr gutes Recht – unabhängig davon, ob eine Operation ansteht, bereits erfolgt ist oder eine Diagnose unklar ist. Eine Zweitmeinung ist in der Medizin fest etabliert und ausdrücklich erwünscht. Ich kenne beide Seiten – die moderne Chirurgie und wirksame konservative Alternativen. Meine über 25-jährige operative und konservative Erfahrung sowie die DWG-Zertifizierungen in beiden Bereichen ermöglichen eine fundierte Beurteilung. Der Gesetzgeber hat den Anspruch auf Zweitmeinung gerade für solche Eingriffe geschaffen, deren Zahl auffällig gestiegen ist – Wirbelsäulenoperationen gehören ausdrücklich dazu.
Nein. Jeder Bandscheibenvorfall mit relevanten Schmerzen sollte behandelt, aber nicht zwangsläufig operiert werden. Studien zeigen, dass der schmerzlindernde Effekt einer konsequenten konservativen Therapie dem einer Operation nach einem Jahr ebenbürtig ist (Bailey CS et al., N Engl J Med 2020; Peul WC et al., N Engl J Med 2007).
Qualifikation und Technik
Qualifikation und Technik
Computergestützte Navigationssysteme wurden für die Behandlung hochempfindlicher Strukturen entwickelt. In meiner Praxis setze ich eine Neuro-Navigation ohne Röntgenstrahlen als Präzisionstechnologie ein, mit der ich feine anatomische Strukturen in Echtzeit ansteuern und exakt kontrollieren kann. Diese Technik ist seit Jahrzehnten mein tägliches Handwerkszeug – im OP-Saal erlernt, heute präzise auf die konservative Behandlung übertragen.
In meiner Praxis nutze ich für bildgestützte minimalinvasive Therapien an der Wirbelsäule hochauflösenden Ultraschall. Er arbeitet ohne Röntgenstrahlen – dort, wo lange Röntgen oder CT üblich waren. Als Echtzeitverfahren zeigt er die Behandlungsposition durchgehend live. Für die ultraschallgesteuerte Facettengelenksinjektion an der Halswirbelsäule belegt eine aktuelle Übersichtsarbeit eine Treffergenauigkeit von 92–98 % bei kürzerer Eingriffsdauer und weniger Nadelpassagen als unter Röntgenkontrolle (Viva MG et al., J Clin Med 2024); weitere Studien (Wu et al., Arch Phys Med Rehabil 2016; Nisolle et al., BMC Anesthesiol 2023) zeigen ein mindestens gleichwertiges Ergebnis gegenüber Röntgen oder CT – so bleibt Ihnen die Strahlendosis erspart, die bei Röntgen- oder CT-Steuerung anfällt.
Die Deutsche Wirbelsäulengesellschaft (DWG) ist die führende deutsche Fachgesellschaft für Wirbelsäulenmedizin. Ihre persönliche Zertifizierung wird nur an Ärzt:innen verliehen, die einen mehrjährigen Qualifikationsweg mit Pflichtmodulen, dokumentiertem Operationskatalog und nachgewiesener Erfahrung durchlaufen haben – deutschlandweit das wichtigste Qualitätsmerkmal für Wirbelsäulenexpert:innen. Ich bin in den Bereichen operativ und konservativ persönlich zertifiziert. Für Sie bedeutet das: Ihre Behandlung erfolgt durch eine Ärztin, deren Kompetenz sowohl operativ als auch konservativ auf fachlichem Niveau geprüft ist.
Ja. Dank der Kombination aus Ultraschall- und Präzisionstechnologie behandle ich alle Abschnitte der Wirbelsäule – von der empfindlichen Halswirbelsäule über die Brust- bis zur Lendenwirbelsäule und zum Kreuzbein – zielgenau. Die angewandten Verfahren kommen dabei ohne Röntgenstrahlen aus, unabhängig davon, an welcher Stelle Ihre Beschwerden liegen.
Ich beherrsche beide weltweit führenden robotikassistierten Systeme der Wirbelsäulenchirurgie – ExcelsiusGPS® und Mazor X™. Diese Erfahrung mit computergestützter Präzision prägt bis heute meinen Blick auf jede Behandlung: Ich weiß genau, wo die Grenzen konservativer Verfahren liegen und wo maschinelle Präzision im OP-Saal tatsächlich erforderlich wird – eine Einschätzung, die sich aus der eigenen Arbeit mit beiden Welten ergibt.
Verfahren im Einzelnen
Verfahren im Einzelnen
Ja. Neben Kortison stehen Alternativen wie plättchenreiches Eigenblutplasma, Hyaluronsäure oder ein reines Lokalanästhetikum zur Verfügung. Auch die Neuraltherapie kommt gänzlich ohne Kortison aus.
Ja. Klassische Körperakupunktur, Ohrakupunktur, Triggerpunkt-Akupunktur und Kinesiotape kommen vollständig ohne Medikamente aus.
Ja. PRP – plättchenreiches Eigenblutplasma – biete ich als sonographisch-neuronavigiertes Verfahren an. In Sportmedizin, Zahnmedizin und Chirurgie ist es etabliert; für die Kniearthrose bewerten aktuelle Fachgremien die Studienlage positiv (S3-Leitlinie Gonarthrose, DGOU 2024; ESSKA-ORBIT-Konsortium 2024). An der Wirbelsäule setze ich PRP nach individueller Abwägung und ausführlicher Aufklärung ein (off label use) – das bedeutet: außerhalb des Anwendungsbereichs, für den das Präparat ursprünglich geprüft wurde. Gerne bespreche ich mit Ihnen im persönlichen Gespräch, ob diese Therapie für Sie infrage kommt.
Hyaluronsäure wird seit Langem bei Arthrose der großen Gelenke eingesetzt, etwa am Knie. An den kleinen Wirbelgelenken setze ich sie nach individueller Abwägung und ausführlicher Aufklärung ein (off label use) – das bedeutet: außerhalb des Anwendungsbereichs, für den das Präparat ursprünglich geprüft wurde. Ob eine Hyaluronbehandlung für Sie sinnvoll ist, klären wir gemeinsam.
Dass ein Verfahren seit Jahrtausenden angewendet wird, ist für sich genommen kein Wirksamkeitsnachweis – doch die moderne Medizin hat die Akupunktur längst als eigenständiges ärztliches Verfahren anerkannt. Die Nationale VersorgungsLeitlinie Kreuzschmerz (Bundesärztekammer, Kassenärztliche Bundesvereinigung, AWMF) empfiehlt sie ausdrücklich bei chronischen Kreuzschmerzen. Auch anatomisch lässt sich die Wirkung einordnen: Studien zeigen erhebliche Übereinstimmungen zwischen klassischen Akupunkturpunkten und neurophysiologisch beschriebenen Strukturen wie myofaszialen Triggerpunkten und den sogenannten Head’schen Zonen.
Klar ist aber auch: Akupunktur hat ihre Grenzen – entscheidend ist, wann und wie sie eingesetzt wird. Diese Abwägung treffe ich stets gemeinsam mit Ihnen, behutsam und mit Blick auf Ihr individuelles Beschwerdebild.
Meine Akupunktur wurde von Grund auf systematisch und authentisch erlernt und ist heute als etabliertes ärztliches Verfahren fest in meiner fachärztlichen Qualifikation verankert. Die Methode habe ich als Stipendiatin der Deutsch-Chinesischen Gesellschaft Medizin unmittelbar an der Quelle in China erlernt und mein Wissen später durch das anerkannte Diplom der Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur (DÄGfA) vertieft – einer medizinischen Fachgesellschaft mit klaren Qualitätsstandards. In meiner Praxis setze ich die Akupunktur eigenständig sowie als sinnvolle ganzheitliche Ergänzung unter mehreren Behandlungsoptionen ein – niemals jedoch als Ersatz für eine notwendige Diagnostik oder Therapie.
Termin, Kosten und Versicherung
Termin, Kosten und Versicherung
Sie haben folgende Möglichkeiten, einen Termin zu vereinbaren:
- telefonisch montags, dienstags und donnerstags zwischen 9 und 12 Uhr unter Tel. 05971 8996690
- über den Online-Kalender dieser Website
- per E-Mail an info@neurochirurgie-rheine.de – wir rufen gerne zurück
Sie dürfen sich selbstverständlich auch begleiten lassen.
- Personalausweis oder Chipkarte der privaten Krankenkasse
Sofern vorhanden: - Röntgen-, CT- oder MRT-Bilder sowie schriftliche radiologische Befunde
- Ihren aktuellen Medikamentenplan
- weitere medizinische Befunde
Parkplätze sind vorhanden – Sie müssen also keine weiten Wege zu Fuß zurücklegen. Mit dem Bus erreichen Sie mich über die Haltestellen Schwedenstraße (Linie R80) und Hünenborgstraße (Linie C11).
Eine privatärztliche Praxis arbeitet nicht mit den gesetzlichen Krankenkassen zusammen. Für den Bereich Neurochirurgie besteht in Rheine derzeit eine Zulassungssperre. Meine Praxis ermöglicht Ihnen dennoch eine wohnortnahe neurochirurgische Behandlung – individuell und ganz ohne Zeitdruck.
Private Krankenkassen und Beihilfestellen erstatten die Kosten in der Regel. Der Umfang richtet sich nach Ihrem Tarif – bei einzelnen Leistungen, etwa außerhalb des zugelassenen Anwendungsbereichs, kann die Erstattung eingeschränkt sein. Eine Kostenabsprache vorab ist jederzeit möglich.
Selbstverständlich – ich bin für alle Patient:innen da, die meine Praxis aufsuchen. Als gesetzlich Versicherte:r haben Sie dabei folgende Möglichkeiten:
- Sie tragen die Behandlungskosten selbst.
- Sie vereinbaren vorab mit Ihrer Krankenkasse eine Kostenerstattung für den ambulanten Bereich – gegebenenfalls ergänzt durch eine private Zusatzversicherung oder eine vorhandene Beihilfeberechtigung.
Da die Krankenkassen die Kostenerstattung unterschiedlich handhaben, empfiehlt sich eine vorherige Rücksprache mit Ihrer Versicherung.